Eine ungewöhnlich heftige Wildschweinplage sorgt derzeit in der Molzau beim Fußballverein sowie bei den Anwohnerinnen und Anwohnern für große Besorgnis. In den vergangenen Wochen, insbesondere in den letzten Tagen, richteten die Tiere auf unserem Sportgelände erhebliche Schäden an. Trotz erster Sofortmaßnahmen wurden beide Rasenplätze stark verwüstet.
Die große Wildschweinpopulation und die anhaltende Trockenheit treiben die Tiere auf der Suche nach Wasser und Nahrung immer näher an das Wohngebiet. Sie gelangten über die Bereiche des Mistelwegs und des Bolzplatzes über den Damm und schließlich auch auf unser Sportgelände.
Durch eine gemeinsame Kraftanstrengung des Vereins, der Stadtverwaltung und des Bauhofs konnten die Rasenflächen kurzfristig vollständig mit Bauzäunen und einem Elektrozaun gesichert werden. Rund um das Gelände wurden Vergrämungsmittel ausgebracht. Zusätzlich organisierte der Verein Nachtwachen und ließ auf den Plätzen ein Radio laufen, um weitere Schäden zu verhindern. Der Schulsportplatz musste erneut als Ausweichmöglichkeit dienen. Dort konnte am vergangenen Sonntag die angesetzte Spielpaarung stattfinden, auch die Bewirtung war sichergestellt.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen Helferinnen und Helfern, die sich mit großem Einsatz engagiert haben, ebenso unserem Bürgermeister Stefan Martus, dem Ortsvorsteher Peter Kremer und dem Bauhof für die schnelle Unterstützung. Bereits jetzt danken wir auch der Stadt Philippsburg für ihre tatkräftige Mithilfe bei der Suche nach einer langfristigen Lösung in Form einer sicheren und geeigneten Umzäunung.
Gemeinsam mit den Jägern der Stadt und des Landesforsts wurde eine umfassende Bejagung im gesamten Waldgebiet rund um das Wohngebiet organisiert.
Auch das Sportgelände selbst steht dabei im Fokus. An verschiedenen Stellen werden hierfür Jagdeinrichtungen errichtet.
Der Verein bedankt sich ausdrücklich bei den Anwohnerinnen und Anwohnern, insbesondere in der Molzau, für ihr Verständnis für die Geruchsbelästigung durch die Vergrämungsmittel und die punktuell auftretende Lärmbelastung. Diese kann durch das Verbellen der Tiere sowie durch Schüsse und weitere Maßnahmen zu ihrer Abschreckung entstehen.
Bitte geben Sie den Tieren keine Gelegenheit, durch Gartenabfälle in Ihren zugänglichen Gärten gelockt zu werden. Ihre Unterstützung ist in dieser Situation von unschätzbarem Wert.
Zum Schutz der Bevölkerung werden Eltern dringend gebeten, ihre Kinder dazu anzuhalten, sowohl das Waldgebiet als auch das Sportgelände zu meiden. Aufgrund der Maßnahmen gegen die Wildschweinplage und des maroden Zauns besteht dort ein erhöhtes Sicherheitsrisiko.

