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Chronik des Fussballclub Huttenheim zunächst stellen wir Euch unsere Gründermannschaft vor
Gründermannschaft 1920 oben v.l.n.r.: Brecht Franz, Mohr Josef, Jungkind Ernst, Wittemann Otto, Weick Otto, Wittemann Wilhelm, Zimmermann Leopold, Brecht Heinrich unten v.l.n.r.: Zimmermann Rudolf, Brecht Ernst, Wittemann Leopold
Die Geschichte unseres Vereins...!
Entwicklung des Fußballsports Gründung des Vereins und Anfangsjahre (1920 - 1939) Neuanfang nach dem 2. Weltkrieg Rückblick auf das Sportliche Geschehen Tabellarische Chronik Fazit
Entwicklung des Fußballsports Fußballspiele mit unterschiedlichen Regeln wurden schon im 1. Jahrhundert nach Chr. in China ausgetragen. Chinesische Kaiser ließen seinerzeit das Ballspiel zur körperlichen Ertüchtigung ihrer Soldaten ausführen. Das klassische Fußballspiel jedoch, so wie wir es heute kennen, hat seinen Ursprung in England. Die führenden Hochschulen des Inselstaates verhalfen dem Fußball zum Durchbruch und zur Anerkennung, als sie Anfang des 19. Jahrhunderts das Spiel neben Rugby und Cricket in ihr Erziehungsprogramm aufnahmen. Mit der Schaffung der „Football-Association“ (Fußballverband) im Jahre 1863 und Aufstellung eigener Regeln verbreitete sich das Spiel sehr schnell in England und in vielen anderen Ländern. In Deutschland wurde das Fußballspiel durch die Braunschweiger Lehrer Koch und Hermann eingeführt. Bald darauf entstanden weitere Clubs in Berlin und Karlsruhe. Die Gründung de „Deutschen Fußballbundes“, am 18.1.1900, hatte eine Art Initialzündung zu Folge, und Fußball entwickelte sich rasch zum Volkssport.
Gründung des Vereins und Anfangsjahre (1920 – 1939) Schon vor dem 1. Weltkrieg entstanden in vielen Hardtgemeinden Fußballvereine. Letztendlich war es 1920 auch in Huttenheim soweit. Innerhalb des damals in der Blüte stehenden Turnvereins wurde eine Fußballriege gebildet. Schnell hat sich eine spielstarke Mannschaft gefunden, die in Freundschafts- und Pokalspielen erfolgreich bestehen konnte. Doch die Fußballriege stand andauernd abseits der populären Turnriege. Obendrein gab er fortan Probleme mit der Nutzung des Turnplatzes, der ohnehin für das Fußballspielen wenig geeignet war. Schließlich wurde die Fußballriege aufgelöst. Noch im selben Jahr (1920) haben die jungen Fußballer auch Anhänger gefunden, und so gründete man im Nebenzimmer des Gasthauses „zur Sonne“, dem heutigen Holzwurm, den „Fußballclub Edelweiß Huttenheim“. Man einigte sich ursprünglich auf die Vereinsfarben blau-weiß. Da jedoch keine Sportkleidung in diesen Farben zu bekommen waren legten sich die jungen Sportler auf schwarz-gelb fest, denen man bis heute treu blieb. Ebenso wurde auch der Vereinsname auf Vorschlag der Fußballbehörde umbenannt. Da der Name „Edelweiß“ größtenteils den Gesang- und Radfahrvereinen zugeordnet war, gab man dem neu gegründeten Verein den Namen „Fußball-Club Huttenheim“. Nachdem der Verein nun offiziell gegründet war gab es jede Menge Arbeit, die kaum zu bewältigen schien. Zunächst suchten die Fußballer ein geeignetes Gelände für ihren Sportplatz. Das fanden die jungen Kicker in der örtlichen Sandgrube, etwa am Standort des heutigen Schulsportplatzes. In Eigenarbeit machte man sich ans Werk und ein Jahr später, 1921, konnte auf dem neuen Sportgelände das erste Sportfest durchgeführt werden. Doch bald zeigte sich, dass das Gelände nicht den Erwartungen entsprach. Auf Bitte der Vereinsverwaltung und mit Unterstützung des BFV kam das Forstamt dem jungen Verein mit der pachtweisen Überlassung eines Geländes in der Molzau entgegen. Abermals ging es mit vereinten Kräften an den Sportplatzneubau, so dass man 1924 schon wieder umzog. Nach und nach gewann der Fußballsport, von dem man sich damals gerne distanzierte, bei der Bevölkerung Sympathien. Der Spielbetrieb wurde in der C-Klasse aufgenommen. Auf Anhieb errang der FCH im ersten Jahr die Meisterschaft und rückte in die B-Klasse auf. In dieser Liga war der FCH, bis zum Kriegsausbruch 1939, ständig vertreten. Um die Existenz hatte der FCH besonders von 1929 – 1932 zu bangen. Die hohe Erwerbslosigkeit stellte die damaligen Verwaltungsmitglieder und Spieler vor nahezu unlösbare Aufgaben. Nur mit beispiellosem Zusammenhalt, Kameradschaft, Idealismus und Opferbereitschaft wurde die Auflösung des Vereins vermieden. Danach, 1934 gab es unter dem Namen „Sportverein Huttenheim“ wider enormen Auftrieb. Damals gliederte man dem Verein eine Schützenabteilung an, die zu der Zeit gewaltigen Aufschwung hatte. Der Ausbruch des 2. Weltkrieges beendete jäh die Arbeit des aktiven Vereins und hatte auch personelle Lücken hinterlassen.
Neuanfang nach dem 2. Weltkrieg Nach Kriegsende, im Spätjahr 1945 fanden sich 38 Anhänger des FCH im Gasthaus „Zur Krone“ zusammen, um das Vereinsleben und den Spielbetrieb wieder aufleben zu lassen. Der wieder aktive Verein und die gewählte Verwaltung musste von der amerikanischen Militär-Regierung in Bruchsal bestätigt werden. Nachdem die Genehmigung vorlag, wurden vorerst nur Freundschaftsspiele ausgetragen. Es gab allerdings erhebliche Probleme, den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten. Zum einen befanden sich viele Stammspieler in Kriegsgefangenschaft oder waren im Krieg gefallen, zum anderen war finanzielle und materielle Hilfe nicht zu erwarten. Alle Fahrzeuge waren Beute der französischen Besatzungstruppen. So mußten die Fußballer zu Fuß zu den Auswärtsspielen laufen oder man benutzte ein Pferdefuhrwerk. Die Beschaffung von Sportkleidung und Bällen war weitaus schwieriger. Beides war nur im Tausch gegen Lebensmittel und Tabak, von Mitgliedern und Gönnern gespendet, zu erhalten. Nach der Gründung der Kreis- Fußballbehörde, war bald wieder ein geregelter Spielbetrieb möglich. Der FCH fing in der B-Klasse an, wo bereits vor dem 2. Weltkrieg gespielt wurde. Schon 1947 rückte der FCH, aufgrund seines guten Tabellenstandes, als eine neue Klasseneinteilung folgte, in die A-Liga auf. Die Währungsreform brachte wiederum Probleme. Es fehlte die gute aber knappe DM. Wieder sprangen Spender und Gönner helfend ein. Um Nachwuchs musste man zu jener Zeit nicht bangen. Mangels anderer Gelegenheiten drängte sich die Jugend dem FCH geradezu auf. Deshalb konnte der FCH über Jahre hinweg ständig spielstarke Mannschaften präsentieren, die dem Verein Ehre und Ansehen brachten. Die Vereinsführung bemühte sich, den Sportplatz näher ans Dorf zu binden, so dass die Vereinsfamilie 1954 nochmals umzog. Auf dem heutigen Gelände des Molzaustadions errichteten die Vereinsmitglieder einen Sportplatz und ein Vereinsheim. 1957 baute man Umkleide- und Duschräume an. Im Sommer 1960 feierte der FCH sein 40-jähriges Bestehen., an dem beinahe das gesamte Dorf teilnahm. Höhepunkt war das Gastspiel des 1. FC Kaiserslautern, mit seinen Stars Fritz und Ottmar Walter, die lange Zeit eine enge Freundschaft zum FCH pflegten.
Rückblick auf das sportliche Geschehen (1964 - dato) Mit dem Aufstieg in die 2. Amateurliga 1964 begann eine neue Ära in der Vereinsgeschichte, wenngleich nach Saison Ende der Abstieg in die A-Liga folgte. Ein Jahr darauf stürzte die Mannschaft sogar in die B-Liga ab. Darauf hin mobilisierte der Verein alle Kräfte und nach nur einem Jahr in der B-Liga schaffte der FCH den Wiederaufstieg in die A-Liga. 1976 stieg man aufgrund des guten Tabellenplatzes in die neu geschaffene Bezirksliga auf. Im selben Jahr wurde durch eine Gemeinderatsbeschluß entschieden, das Sportgelände des FCH auszubauen. Mit der großzügigen Unterstützung ortsansässiger Unternehmen wurde das Werk nach zweijähriger Bauzeit vollendet und das Sportgelände in seinen heutigen Zustand versetzt. Seit damals gilt das neue Vereinsterrain als eine Perle im Fußballkreis. 1981 konnte der FCH zum ersten Mal Kreispokalsieger werden und im gleichen Jahr gründete man eine Damenschaft, die bis 1988 ihren Spielbetrieb aufrecht erhielt. Danach folgten etwas ruhigere Jahre. Meist spielte man um den Klassenerhalt und was sich seit Jahren andeutete, war dann 1987 nicht mehr zu vermeiden: Nach 10-jähriger Bezirksligazugehörigkeit, wanderte der FCH in die A-Liga. Doch schon ein Jahr später führte Spielertrainer Werner Baader die Huttenheimer zurück in die reizvolle Bezirksliga und in den folgenden Jahren sorgte der FCH weiterhin für Furore. So konnte die Mannschaft unter Werner Baader in den Jahren 1989 und 1990 den Kreispokal gewinnen. 1992 gelang es dem FCH noch einmal, diesmal unter dem jungen Trainer Heiko Reddmann. Die Krönung der sportlichen Erfolge brachte die Saison 92/93, als man mit einem Punkt Vorsprung in die Landesliga aufstieg. In den kommenden Jahren spielten wohl die stärksten FC-Mannschaften aller Zeiten, in der hohen Spielklasse. 1995 sollte eigentlich zum Jubeljahr des FCH werden. Schon ein Jahr zuvor plante man die 75 Jahr Feier in Huttenheim. Doch das Jahr 1995 sollte zu einem der schwärzesten Jahre in der Vereinsgeschichte werden. Mit Albrecht Weick und dem ersten Vorstand Hans Kölmel verstarben gleich zwei wichtige Funktionsträger in diesem Jahr. Der Verein fiel in einen Art Schockzustand. Auch finanziell bewegte sich der Verein am Rande des Zumutbaren. Die hohe Spielklasse machte sich in den Vereinsausgaben bemerkbar. So wurde 1997 von den Mitgliedern der freiwillige Abstieg in die B-Klasse beschlossen und die Sanierung der Vereinsfinanzen in Angriff genommen. Ein mühevoller Neuanfang begann. Unter Spielertrainer Georg Prestel spielt der FCH fortan in der B-Klasse. Im folgenden Jahr gelang es ihm und den Verantwortlichen die Meisterschaft zu holen und so stieg der Verein 1999 in die A-Liga auf. Dort behauptet sich die Mannschaft nun seit zwei Jahren.
Tabellarische Chronik des FC Huttenheim
1920 - Vereinsgründung des "Fußballclub Huttenheim" im Gasthaus zur Sonne 1921 - Erstes Sportfest des FC Huttenheim auf dem neuen Sportgelände 1924 - Umzug auf den neuen Waldsportplatz 1925 - Meister der Kreisliga "C", Aufstieg in die Kreisklasse "B" 1934 -Angliederung einer Schützenabteilung an den "Sportverein Huttenheim" 1939 - Ende der aktiven Vereinsarbeit durch den 2. Weltkrieg 1945 - Wiederaufnahme der Vereinstätigkeit, Spielbetrieb in der Kreisliga "B" 1947 - Aufrücken in die Kreisklasse A als Folge einer neuen Klasseneinteilung 1954 - Einweihung des neuen Sportplatzes am Standort des heutigen Molzaustadions 1956 - Einzug in das neu erstellte Clubhaus 1960 - 40-jähriges Vereinsjubiläum, Gastspiel des 1. FC Kaiserslautern 1964 - A-Liga Meister, Aufstieg in die 2. Amateurliga 1965 - Abstieg in die A-Liga 1966 - Abstieg in die B-Liga 1967 - B-Liga Meister, Aufstieg in die Kreisliga A 1976 - Aufstieg in die neugeschaffene Bezirksliga, Beschluß zum Ausbau der Sportanlage Molzau 1980 - Einweihung der neuen Sportanlage 1981 - Kreispokalsieger 1987 - Abstieg in die A-Liga 1988 - Aufstieg in die Bezirksliga 1989 - Kreispokalsieger 1990 - Kreispokalsieger 1992 - Kreispokalsieger 1993 - Bezirksliga-Meisterschaft, Aufstieg in die Landesliga 1997 - Rückzug aus der Landesliga, Spielbetrieb in der Kreisliga B 1998 - Meister der Kreisliga B, Aufstieg in die Kreisliga A 2007 - Start neue Homepage des FC Huttenheim
Fazit Es ist viel geleistet worden in den 80 Jahren des Bestehens unseres Fußball-Clubs Huttenheim. Immer wieder haben Vereinsidealisten große Aufgaben und Probleme gelöst, obwohl die Übernahme eines Ehrenamtes in der heutigen, sehr materialistischen Zeit immer schwieriger wird, und umso mehr geachtet werden muß. Ziel und Aufgabe der Vereinsleitung muß es auch in Zukunft sein, jungen Menschen die Möglichkeit zu bieten, aktiv Sport zu treiben, sie zu fördern, aber auch zu fordern, damit eine möglichst lebenslange Freude am Sport erhalten bleibt. In diesem Sinne sei den Vorsitzenden, die bisher die Geschicke des FCH leiteten, in Dankbarkeit gedacht. Peter Albert, Franz Haffner, Albert Notheis, Josef Mohr, Hugo Weick, Leopold Zimmerman, Karl Notheis, Artur Götz, Leopold Götz, Wilhelm Waskovics, Günther Keinhörster, Helmut Bachert, Eugen Herberger, Helmut Walther, Hans Kölmel, Gabriele Köhler. Seit 2006 wird das Vereinsgeschehen von Herrn Rolf Koch geleitet.
Wir haben es geschafft, die Geschichte des Vereines bis in das Jahr 2000/2001 in dieser Vereinschronik festzuhalten. Den "Jägern und Sammlern" sei an dieser Stelle ein herzlicher Dank ausgesprochen. Die heutige Verwaltung würde es begrüssen, die Vereinsgeschichte auch weiterhin pflegen zu können bzw. fortzuführen. Dies ist jedoch nur mit starker Unterstützung der Bevölkerung von Huttenheim möglich. Aus diesem Grund würden wir uns freuen, wenn möglichst viele an der Weiterführung der Chronik mitarbeiten würden. Wir suchen aus diesem Grund noch Bilder, Geschichten und Anekdoten aus allen Zeiten der Vereinsgeschichte. Alle Informationen können Sie entweder per e-Mail an den Webmaster (
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) richten oder bei Heimspielen an der Kasse abgeben. Wir kopieren Ihre Unterlagen und Sie erhalten Ihre Originalen natürlich wieder zurück. Ihr Einverständnis vorausgesetzt veröffentlichen wir das Material und nennen auf Wunsch auch die Quellen. Schau'n wir mal, was zusammen kommt. Vielleicht reicht es ja auch noch für eine "Schmunzelecke".
(Aktualisiert: 08.11.2008)
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